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14.04.2026

Finanzkommission gefährdet pneumologische Versorgung – Fachärzte fordern Nachbesserungen

Berlin, 14.April 2026 - Der Bundesverband der Pneumologie und Schlafmedizin warnt vor negativen Folgen zentraler Sparvorschläge der Finanzkommission Gesundheit für die ambulante Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Atemwegserkrankungen.

Zwar unterstütze die pneumologische Fachärzteschaft ausdrücklich das Ziel, die gesetzliche Krankenversicherung finanziell zu stabilisieren. „Wir wissen um die Herausforderungen – und wir sind bereit, Teil der Lösung zu sein“, erklärt der Verband. Gleichzeitig dürften Reformen jedoch nicht dazu führen, dass funktionierende Versorgungsstrukturen geschwächt werden.

Kritik an Labordiagnostik-Plänen

Besonders kritisch sehen die Pneumologen die geplanten Einschränkungen bei der Labordiagnostik. Im Fokus steht dabei nicht die ausgenommene Point-of-Care-Diagnostik, sondern vor allem die allergologische Labordiagnostik.

„Gerade bei der Zunahme allergischer Erkrankungen ist es medizinisch sinnvoll und wirtschaftlich effizient, diese Diagnostik in der spezialisierten Facharztpraxis durchzuführen“, so der Verband. Die Verlagerung in Großlabore führe zu Qualitätsverlusten und verzögere Therapieentscheidungen.

Zudem sei die vorgesehene Bereinigung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung (MGV) widersinnig: Leistungen würden nicht eingespart, sondern lediglich verlagert – während gleichzeitig Mittel aus der ambulanten Versorgung abgezogen würden.

Gefahr für Versorgung chronisch Kranker

Auch die diskutierte Einführung eines Primärarztsystems wird differenziert bewertet. Der Verband begrüßt grundsätzlich eine bessere Patientensteuerung, warnt jedoch vor möglichen Zugangshürden.

„Für chronisch kranke Patientinnen und Patienten mit Asthma oder COPD muss der direkte Zugang zur fachärztlichen Versorgung erhalten bleiben“, betont der Verband. Verzögerungen könnten zu Verschlechterungen und vermeidbaren Krankenhausaufenthalten führen.

Ambulante Versorgung ist Teil der Lösung

Die Pneumologen unterstreichen, dass die ambulante fachärztliche Versorgung ein zentraler Baustein zur Kostendämpfung im Gesundheitssystem ist. „Wer hier spart, riskiert höhere Ausgaben an anderer Stelle“, heißt es.

Der Bundesverband bietet der Politik einen konstruktiven Dialog an und fordert eine differenzierte Umsetzung der Reformvorschläge.

Fazit:
Die Stabilisierung der GKV kann nur gelingen, wenn die ambulante Versorgung gestärkt und nicht geschwächt wird.

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