AKR auf Bundesebene kommen nicht

Der vorliegende Entwurf für das Versorgungsgesetz sieht keine Allgemeinen Kodierrichtlinien mehr vor. Obwohl diese Entscheidung von einigen Gruppen als Erfolg gefeiert wird, ändert sich an der grundsätzlichen Pflicht zur Kodierung in der Praxis nichts. Auch ohne AKR ist die Diagnoseverschlüsselung nach ICD 10 seit dem Jahr 2000 verpflichtend und alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte müssen in den Abrechnungsunterlagen, die von ihnen erbrachten Leistungen, bei ärztlicher Behandlung mit Diagnosen, maschinenlesbar aufzeichnen und übermitteln (§ 295 SGB V).

Der BdP hält aus verschiedenen Gründen an der Kodierung fest:

  • Die Weiterentwicklung der Gesamtvergütung wird sich auch weiterhin an der Morbidität orientieren. Die Krankenkassen sind nicht bereit, ohne Diagnosekodierung zusätzliches Geld für die steigende Morbidität zur Verfügung zu stellen. Sie wollen stattdessen die demographische Veränderungsrate als Maß für die Entwicklung der Vergütung durchsetzen. Diese ist deutlich niedriger als die Veränderungsrate der Morbidität!
  • Für den Nachweis von Praxisbesonderheiten ist die Diagnoseverschlüsselung entscheidend (Arzneimittelbudget).

Wie geht es weiter:
Das Morbiditätsrisiko, das heißt Ausgabensteigerungen aufgrund einer erhöhten Krankheitshäufigkeit oder einer veränderten Morbiditätsstruktur der Versicherten, liegt wie bisher auf Seite der Krankenkassen.

Das bedeutet, dass die Krankenkassen höhere Gesamtvergütungen für die vertragsärztlichen Leistungen veranschlagen müssen, wenn der morbiditätsbedingte Behandlungsbedarf der Versicherten im Zeitablauf ansteigt oder wenn Leistungen aus dem stationären Bereich in den ambulanten Bereich verlagert werden. Als Grundlage für den morbiditätsbedingten Behandlungsbedarf werden die ICD-Kodes in der vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) herausgegebenen Fassung gelten.

Der BdP wird seine Mitglieder weiterhin bei der korrekten Diagnosekodierung durch Informationen unterstützen.

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