KBV und BdP stellen Vertragsentwurf zur schweren COPD vor

Der § 73c Vertrag kann nun mit den Kassen verhandelt werden.

Der neue Selektivvertrag zur ausgeprägten COPD steht jetzt zur Verhandlung mit den Krankenkassen bereit. Die Vertragsmatrix liegt jetzt vor, so Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP) bei der Vorstellung des Vertrages in Berlin. Erarbeitet wurde der Vertrag durch den Bundesverband der Pneumologen zusammen mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Vorstellung erfolgte im Rahmen der KBV-Vertragswerkstatt während der Versorgungsmesse der Vereinigung.

Der Vertrag zielt auf die Versorgung von Patienten, die einer Langzeitsauerstofftherapie (LST) bedürfen, also bereits einen hohen COPD- Schweregrad (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung mit den Stadien III und IV) aufweisen: "Die Verordnung und Betreuung von Patienten mit einer LST ist im Disease Managementprogramm (DMP) COPD derzeit nicht berücksichtigt", führte Dr. Hellmann bei der Vorstellung aus.

Folgende Versorgungsaufträge legt der "Selektivvertrag zur ausgeprägten COPD" fest:

  • Anwendung der Leitlinie COPD und Langzeitsauerstofftherapie
  • Überweisung zwischen Haus- und Fachärzten mittels strukturierter Informationsbögen
  • Erstellung eines Therapieplans durch den niedergelassenen Pneumologen
  • Einbeziehung der Patientenperspektive in der Behandlung durch Patientenbefragungen
  • Hausbesuche durch die pneumologische Fachassistentin bei neuverordneter LST
  • Regelmäßige Medikationschecks


Der "Selektivvertrag zur ausgeprägten COPD" ist, wie alle aus der Vertragswerkstatt hervorgegangenen oder geplanten - ein Add-on Vertrag zum bestehenden Kollektivvertrag und keiner, der das Budget um die mit den Kassen heraus zu verhandelnde Honorarsumme bereinigt. Ziel ist es, durch entsprechende Einsparungen, die Kassen erzielen können, derartige Verträge in den Kollektivvertrag hinein zu holen. Einsparungen sollen unter Vermeidung von Doppeluntersuchungen, Doppelmedikation, stationären Einweisungen bzw. des Drehtüreffektes erzielt werden.

Der Vertragsentwurf wird nun allen Krankenkassen vorgestellt, mit der Bitte um Kontaktaufnahme und Verhandlungen. Für die Gespräche mit Kassen und KVen sind die Landesverbände des BdP zuständig.

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