Disease-Management-Programme erhalten

Der Bundesverband der Pneumologen Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) und die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) warnen vor der Abschaffung der Disease Management Programme.

Über 1,5 Millionen Patienten mit Asthma und COPD droht der Rückfall in das therapeutische Mittelalter. Gesundheitsminister Spahn plant mit dem Entwurf für ein „Gesetz für eine faire Kassenwahl in der GKV“ die Abschaffung der Disease Management Programme. Die Kassen würden dann keine Erstattung ihrer Ausgaben für diese Programme aus dem Gesundheitsfonds mehr bekommen.

Mit diesen Programmen wurden vor fast 15 Jahren einheitliche, evidenzbasierte von wissenschaftlichen Experten gestaltete und transparent begründete Behandlungspfade geschaffen.
 
Diese Programme haben bei Patienten mit Asthma und COPD nachweislich zu einer deutlichen Verbesserung der Patientenzufriedenheit, zur Reduktion der Krankheitslast, zu einer besseren leitliniengerechten Behandlung, zu Kosteneinsparungen und zu einer Verminderung stationären Behandlungen geführt.

Leidtragende wären die Patienten mit Asthma oder COPD, die nicht mehr an Schulungen teilnehmen könnten, die wieder, wie vor 2006, einem Flickenteppich an Versorgungsangeboten gegenüberstehen würden, die keine systematischen Überprüfungen ihrer Medikation bekommen würden und auch keine Hilfen bei der Tabakentwöhnung.

Der jahrelange Aufwand für die Entwicklung der Programme, der Einführung, der Softwareerstellung, der Anbindung an die Computersysteme der Praxen und der Popularisierung der Behandlungspfade wären verschenkt, es droht wieder die unübersichtliche und bürokratische Kleinstaaterei unterschiedlicher Kassenangebote.

Der BDP und die DGP fordern den Gesetzgeber auf, die Änderung des § 270 SGB V nicht wie im Referentenentwurf für ein „faires Kassenwahlgesetz“ umzusetzen, sondern wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, „die Disease-Management-Programme weiter zu stärken“

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