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Pneumologe - wer ist das?Der Pneumologe, auf diesen Begriff aus dem Griechischen hat man sich in Deutschland für den Lungenarzt geeinigt, ist der Facharzt für Innere Medizin und Spezialist für alle Erkrankungen der Atmungsorgane. Auf die Bahn hilft Ihnen Ihr Pneumologe aber dann doch - wenn Sie eine Erkrankung haben, die Ihnen das Atmen erschwert. Luft holen und Atmen dient uns Menschen der Versorgung unserer Organe mit Sauerstoff und dem Entsorgen schädlicher Gase (Kohlendioxid). Ihr Pneumologe behandelt also nicht nur die Pneumonie (Lungenentzündung) oder die Tuberkulose. Wann sollten Sie auf jeden Fall einen Lungenarzt konsultieren?
Welche Krankheiten behandelt der Pneumologe?Bis vor wenigen Jahren gab es einzig Ärzte für Lungen- und Bronchialheilkunde, die eine vierjährige Ausbildung nach Abschluss des Medizinstudiums durchlaufen mussten, um sich als Fachärzte niederlassen zu können. Schwerpunkt war bis dato Diagnostik und Behandlung der Lungen-Tuberkulose und anderer Lungenerkrankungen wie beispielsweise des Bronchialkarzinoms. In den letzten 15 bis 20 Jahren allerdings ist es zu einem ganz erheblichen Wandel in der Pneumologie gekommen. Die Tuberkulose hat viel von ihrem Schrecken verloren, obwohl sie nach wie vor allem in Ländern der dritten Welt als wirkliche Geisel der Menschheit bezeichnet werden muss. In Deutschland hat die Zahl der Menschen stark abgenommen, die an Tuberkulose leiden und zumindest im Moment spielt diese Erkrankung keine große Rolle mehr. Andere Erkrankungen haben in den letzen Jahren in den pneumologischen Praxen dramatisch an Gewicht gewonnen, in erster Linie allergische Erkrankungen der Atemwege, wie beispielsweise das allergische Asthma bei Kindern und Jugendlichen sowie die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem vor allem bei Menschen, die rauchen oder anderweitig ihre Lunge schädigen. Ist der Pneumologe gleichzeitig Umweltmediziner?Die Weiterbildungsordnung für Lungenfachärzte wurde in den letzten Jahren geändert und sieht heute vor, dass Pneumologen in der Regel Fachärzte für Innere Medizin sein müssen, die zusätzlich eine zweijährige Weiterbildung in der Pneumologie erfahren, wobei der Schwerpunkt auf der Behandlung des Asthmas und der chronisch-obstruktiven Bronchitis liegt. Damit ist der Pneumologe, noch ein bisschen mehr als früher, zum Spezialisten für das Atmen, das "genügend Luft bekommen" geworden. Hierzu gehört auch, dass er sich mit den Schadstoffen in der Luft auseinander setzt. Dies schon allein deshalb, um ausreichend vorbeugend aktiv werden zu können. Wir Pneumologen sehen es als unzureichend an, uns nur mit der Reparatur kaputter Atemwege und Lungenbläschen abzugeben. Entscheidend ist vielmehr, Atemwegserkrankungen zu verhindern oder zumindest so früh einzugreifen, dass sie keine schwerwiegenden Konsequenzen und Folgen für den Patienten entwickeln können. Hier ist der Pneumologe häufig als Umweltmediziner gefragt. So sind auch viele Pneumologen mit der Zusatzbezeichnung "Umweltmedizin" aktiv. Zu den "natürlichen" Luftschadstoffen gehören auch allerlei pflanzliche und tierische Bestandteile, die ebenfalls aus der Luft aufgenommen, über die Entstehung von Allergien zu ernsthaften Problemen Anlass geben können. Rauchen und Tabakentwöhung - ein Thema für die Pneumologie?Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt ist darüber hinaus die Beschäftigung mit den Folgen des Rauchens. Seit langem ist bekannt, dass das Rauchen zu schwerwiegenden Lungen- und Bronchialschäden führt, angefangen von der Bronchitis, an der jeder Raucher über kurz oder lang leidet, bis hin zur chronisch-obstruktiven Bronchitis und dem Lungenemphysem. Krankheiten, die bereits tief in Lebensqualität und Lebenserwartung des Rauchers eingreifen, vom Lungenkrebs ganz zu schweigen. Die Zahl der Raucher in Deutschland hat in letzter Zeit wieder zugenommen, ein alarmierendes Zeichen für die Gesellschaft. In diesem Bereich wird man sich auf schnell steigende Erkrankungszahlen einstellen müssen. Der Kampf gegen das Rauchen ist für viele Pneumologen eine wichtige Aufgabe in ihrem Berufsalltag geworden. Deshalb bieten immer mehr Pneumologen auch die Raucherberatung und Tabakentwöhnung in ihrem Leistungsprofil an. Viele Lungenfachärzte engagieren sich auch im bundesweiten Projekt Klasse 2000, einem Präventionsprogramm für Kinder in Grundschulen. So ist der Pneumologe zu dem geworden, was er heute ist: Der Spezialist, der sich als Facharzt mit Erkrankungen der Bronchien wie der Lunge gleichermaßen beschäftigt und in besonderer Weise qualifiziert ist, bei den genannten Krankheitsbildern schnell die richtige Diagnose zu stellen und eine erfolgversprechende Therapie einzuleiten. |




